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Unser dritter Winter im Süden – oder waren es vier?

  • Autorenbild: Isi
    Isi
  • vor 1 Tag
  • 6 Min. Lesezeit

Was hat sich verändert? Was entwickelt sich über die Zeit? Eine Bilanz der ersten drei Winter in Portugal.



Nach längerer Pause gibt hier endlich mal wieder ein Update von uns. Über längere Zeit erarbeitet und auch mit Hinweisen auf kommende Artikel. Wir sind seit einiger Zeit wieder unterwegs. Ein Sommer in Deutschland und nun endlich wieder in Südeuropa. Im Sommer gab es viel zu tun. Wir besuchten Freunde, verbrachten Zeit mit der Familie und schmiedeten natürlich auch weiter Pläne. Es war ein schöner Sommer. Mit vielen inneren und äußeren Abenteuern. Seit Oktober sind wir wieder unterwegs und haben es einmal mehr an die schönsten Strände in Südeuropa gebracht. Updates zu den Reise & Surf Abenteuern werden, in den nächsten Berichten zu sehen sein. Natürlich haben wir an den Stränden nach Müll gesucht und habe dabei wie üblich einige neue Schätze gefunden. Schmucksteine. Eine neue Kollektion ist gerade in der Entstehung. Ich freue mich, sie Euch schon bald präsentieren zu dürfen. Auch unser Shop hat jetzt eine Bezahlfunktion bekommen, das dürfte den Einkauf erleichtern. Ganz rund läuft es allerdings immer noch nicht. Lasst uns gerne Feedback da. Auf all das könnt Ihr Euch schon mal freuen! Jetzt soll es aber erstmal losgehen. Und zwar mit einer ersten Bilanz der letzten drei Winter. Manchmal können wir es selbst kaum glauben: Amano und ich sind nun schon den dritten Winter unterwegs! Wow, wie schnell ging das bitte?! Hauptsächlich waren immer in Portugal. Wir reisen nach wie vor mit unserem weißen Bus „Brummi“ und sind auch nach wie vor dabei unser Heimatplätzchen zu finden. Man könnte also durchaus denken, alles noch ziemlich so wie am Anfang. Stimmt aber nicht! Wir verändern uns. Wachsen zusammen. Spielen uns mehr aufeinander ein und auch unser Traum von einem gemeinsamen Leben formt sich immer wieder neu und wird immer klarer. Wir entdecken jedes Jahr andere Ecken in Portugal und haben andere Schwerpunkte wo wir uns aufhalten.


Im ersten Winter 2022/2023 sind wir überhaupt erstmal losgezogen. Entscheidende Fragen waren da: Wo gefällt es uns wohl am besten? Spanien? Portugal? Oder doch Fuerteventura? Und funktioniert überhaupt das Zusammenleben im Bus für so viele Monate auf so engem Raum? Was fehlt uns aus Deutschland und wo überrascht uns dieses neue Leben?


Es stellte sich heraus, dass wir uns in PORTUGAL verliebten. Ein so wunderschönes Land und so nette Menschen. Je weiter man in den Süden kommt, desto wärmer wird es – in der Algarve ist es sogar im Winter gut auszuhalten! Die Sonne scheint! Das freut mich ganz besonders. Amano auch, aber ihm ist noch ein anderer Aspekt wichtig: die Wellen und der Surf. Auch das ist ganz fantastisch hier! Uns hat es so gut gefallen, dass wir es gar nicht bis nach Fuerteventura geschafft haben. Und Spanien hatte für uns zumindest wegen des recht rauen Klimas im Winter an der Nordküste verloren und die Südküste kam wegen zu wenig Surfmöglichkeiten gar nicht erst infrage.


Schon im zweiten Winter konnten wir es gar nicht abwarten nach Portugal zu kommen. Die Hinreise war deutlich kürzer durch Spanien als im ersten Winter. Wir wollten wieder „nach Hause“ kommen. Und es fühlte sich auch ein bisschen so an. Nun wussten wir schon mehr, welche Plätze uns gut gefallen. Das bedeutete etwas weniger Abenteuer und etwas mehr Zuhause sein. Das fühlte sich schön an. Wie toll wäre es, wenn wir ein richtiges Zuhause hier hätten? Einen Platz nur für uns! Das wäre wundervoll!


So konkretisierte sich im zweiten Winter die GRUNDSTÜCKSSUCHE. Nach unseren Erfahrungen im Vorjahr wollten ursprünglich hauptsächlich im Süden schauen. Aber diesmal sahen wir alles mit anderen Augen. Wir sahen es zum zweiten Mal. Wir stellten fest, dass es uns nördlich von Lissabon auch sehr gut gefiel. Portugiesischer, weniger Wassermangel, fruchtbares Land, weniger Touris. So glaubten wir dort schon unser Plätzchen gefunden zu haben. Am Ende stellte sich leider raus, dass unsere Projekte dort nicht möglich waren. Aber schon mal so kurz davor gewesen zu sein fühlte sich toll und richtig an. Also wussten wir, wo wir im darauffolgenden Winter weitermachen konnten.



Bei den Besichtigungen finden wir uns immer in schönster Natur wieder und manchmal überrascht sie uns auch.

Diese gemeinsame Freude brachte uns auch noch mehr zusammen. Wir hatten tatsächlich eine gemeinsame Vision. Abgesehen davon waren wir im zweiten Jahr mehr eingespielt. Wir wussten, dass unser Zusammenleben gut funktioniert und kannten die Bedürfnisse des Anderen besser. Unser Leben fühlte sich „normaler“ an im positiven Sinne.


Im dritten Winter erwarteten uns Freunde in Spanien, somit waren wir erst wieder drei Wochen dort unterwegs. Hatte etwas Entspanntes. Es ging nur um eine gute Zeit, denn wo wir unser Heimatplätzchen suchen wollten, stand fest. Und wir hatten eine gute Zeit. Die Nordküste Spaniens ist wirklich wunderschön und das Campen dort angenehmer und leichter als in der Algarve. Dazu folgt ein separater Artikel.


Kleine Wagenburg an der Nordlküste Spaniens. Herrlich war's. November 2023
Kleine Wagenburg an der Nordlküste Spaniens. Herrlich war's. November 2023


Als wir diesen Winter in Portugal ankamen, hat es uns wieder ganz besonders gefreut. Nach wie vor ein Heimatgefühl. Und die Freude darüber. So wurde auch der Wunsch immer größer hier ein Heimatplätzchen zu finden. Insbesondere ich – Isi, brauche Zeit, um diese Idee reifen zu lassen. Aber jetzt ist sie so reif, dass wir einen Marathon an Grundstücksbesichtigungen zurücklegen. Und das ist herrlich! Macht großen Spaß! Einen Artikel zu unseren Überlegungen dazu folgt ebenfalls separat. Aber eins können wir sagen: Es hat auch hier jedes Jahr gebraucht. Jedes Grundstück, dass wir besichtigt haben, hat uns weiter gebracht. Jede Gegend in der wir waren und uns überlegen, wie es wäre dort zu wohnen, hat uns weiter gebracht. Unsere Visionen wurden immer weiter geformt, auf ein anderes abgestimmt und zusammengeführt. Es ist langsam tatsächlich UNSERE VISION. Und das ist so schön.


Das ZUSAMMENLEBEN in unseren fahrbaren 6 Metern ist meist wunderschön. Unsere kleine Höhle eben. Auf so kleinem Raum haben wir alles, was wir brauchen. Man übt sich im Minimalismus. Und im Aufräumen. Je weniger wir dabei haben, desto weniger Chaos kann entstehen. Und je schneller man alles wieder an seinen Ort bringt, desto weniger Unordnung gibt es. Je weniger Unordnung im Außen herrscht, desto ruhiger kann es im Innern sein. Je ruhiger es bei jedem einzelnen im Innern ist, desto harmonischer das Zusammenleben :)


Optimalzustand: Frisch nach der Renovierung und noch GAR KEIN Zeug von uns drin. Wer campen geht weiss, was das bedeutet. Chaosfoto dann an anderer Stelle ;)
Optimalzustand: Frisch nach der Renovierung und noch GAR KEIN Zeug von uns drin. Wer campen geht weiss, was das bedeutet. Chaosfoto dann an anderer Stelle ;)

Der Raum im Bus ist unterschiedlich groß. Bei Regen und Kälte noch kuscheliger, aber auch gefühlt kleiner. Bei Sonne und Wärme, mit offener Tür und Fenster kommt es einem viel größer vor. Und dann gibt es natürlich auch Tage, da ist der Raum einfach mal zu eng zu zweit. Aber auch das ist bei so langer Zeit mal völlig ok. Wir behelfen uns da manchmal, wirklich selten, indem wir uns ein zwei Nächte entzerren und einer mal in einer gemieteten Unterkunft schläft. So kommt jeder mal wieder bei sich an.


Im zweiten Winter wussten wir bei dem Thema Zusammenleben auch mehr, was auf uns zukommt. Wir schafften es schneller wieder in Balance zu kommen. Eine neue Herausforderung war, dass Amano im Februar für 3 Wochen nach Deutschland musste und so war ich plötzlich mal ganz allein im Bus. Plötzlich mein Abenteuer. Allein in Portugal mit dem großen Auto, das war durchaus aufregend, aber toll. Und dann auch schön, als Amano wieder da war. Zu zweit ist es eben doch am schönsten.


Mit der Zeit lernen wir uns immer besser kennen. Sowohl gegenseitig also auch uns selbst in Bezug auf den anderen. Können besser sagen, was wir brauchen. Und so schauen wir auf diese drei Winter voller Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir dieses Leben leben dürfen. Dankbarkeit dafür, wie wir uns entwickelt haben und wie schön wir es zusammen haben. Dankbarkeit dafür, dass wir vielleicht nicht mehr so viele Momente mit als etwas Neues feiern, aber dafür immer mehr „Normalität“ in unser Abenteuerleben kommt. Und so sind wir bereit für den nächsten Schritt. Für das nächste Abenteuer. Und das heißt: Heimatplätzchen Portugal! Wir freuen uns darauf!


Wer gut aufgepasst hat, weiss, dass wir sogar schon den 4. WINTER unterwegs sind! Die Zeit vergeht so schnell. Dieser Winter war ganz anders. Etwas herausfordernder. Amano, mit entzündeter Schulter, ging 5 Monate zu Physio in Ericeira. Kein Surfen. Außerdem erlebte Portugal den schlimmsten Winter seit 1967 mit vielen starken Stürmen und viel Regen.


Wir waren also viel an einem Ort, sonst haben wir meist alle zwei drei Nächte den Platz gewechselt. Waren nur ganz am Anfang surfen. Mussten uns plötzlich Winterklamotten kaufen. Der Entfeuchter im Bus lief auf Hochtouren manchmal 24/7 … ABER wir waren hier. In Portugal. Haben Portugiesisch gelernt. Haben auf andere Weise mehr Fuß gefasst. Fühlen uns einmal mehr heimatlich hier. Und hatten trotz allem viele schöne Momente, über die wir uns freuen.


Nach unserem Heimatplätzchen haben wir weiter gesucht. Zugegeben, wir werden ungeduldiger. Möchten so gerne hier einen Zuhause-Ort kreieren. Wir haben neue Eindrücke gewonnen und sind zuversichtlich: Alles kommt zu seiner Zeit. Und wir freuen uns darauf!

 
 
 

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